Mit der großen Liebe zusammenziehen? Oder doch lieber die Junggesellenwohnung beibehalten? Die Redaktion von Immonet.de hat die Vor- und Nachteile sowie Tücken des Alltags im ersten gemeinsamen Heim näher betrachtet.
Zusammenziehen: Meilenstein in der Beziehung
Keine Frage: Das Zusammenziehen mit der großen Liebe hat auf jeden Fall seine Vorteile. Doppelte Zeit mit ihm oder ihr – ein schlagkräftiges Argument! Obwohl man sich Gedanken über die Gewohnheiten des Partners schon vorab macht, stellt sich doch erst im Alltag heraus, ob man auch 100-prozentig zueinander passt. Denn ist man erst einmal rund um die Uhr auf engstem Raum zusammen, kommen auch die Macken des Partners deutlich zum Vorschein. Alltagsproblemen kann man dann nicht mehr so einfach aus dem Weg gehen und sich bspw. zunächst in den eigenen vier Wänden verkriechen.
Doppelte Zeit, halbe Miete
Für viele junge Paare ist die Frage nach der ersten gemeinsamen Wohnung eine Entscheidung aus Liebe, ganz klar. Aber das ist nicht der einzige Grund. Viele junge Leute könnten sich nach eigenem Bekunden eine große Wohnung „alleine nie leisten“ und sind gleichzeitig der Meinung, dass man „zu zweit viel mehr sparen“ kann. Dennoch: Die gemeinsame Immobiliensuche kann sich schnell zum ersten großen Konflikt entwickeln. Zwei verschiedene Personen – zwei unterschiedliche Meinungen. Daher macht es Sinn, vorab gemeinsam klare Vorstellungen von der neuen Wohnung zu entwickeln. Der Klassiker bei den Suchkriterien vieler junger Leute: rund 80 Quadratmeter Wohnfläche, Balkon, Parkett, drei Zimmer, ca. 700 Euro Miete und am Besten in direkter Nähe zur Uni oder zur Innenstadt.
Mietvertrag: Von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen
Paare sollten nicht nur gemeinsam zur Immobilienbesichtigung gehen, sondern auch den ersten Mietvertrag gemeinsam unterschreiben. Im schlimmsten Fall – bei einer Trennung – kann dann keiner den anderen vor die Tür setzen. Ein zusätzlicher Vertrag untereinander ist sinnvoll – dieser regelt, wie hoch der Anteil an Miete, Nebenkosten und Anschaffungen ist. Doch die Entscheidung über das Zusammenziehen mit dem Partner ist auch eine Entscheidung der Vernunft. So lassen sich bspw. die Gebühren für GEZ, Hausratsversicherung, Kabelanschluss, Telefonanschluss, Strom und Kaution mit dem Liebsten teilen. Und das lohnt sich auf jeden Fall.
Eine Wohnung, doppelter Spaß?
Nachdem der erste Liebesrausch vorbei ist stellt sich heraus, ob man mit der ein oder anderen Schwäche des Partners wie bspw. chronischer Unordentlichkeit leben kann. Daher unverzichtbarer Bestandteil eines glücklichen Zusammenlebens: Konflikte immer offen austragen und lösen. Im Allgemeinen sind Fragen wie Arbeitsteilung (putzen, einkaufen etc.) und Finanzen die größten Hürden. Da es bei Ärger meistens um Geld geht ist es ratsam, ein gemeinsames Konto anzulegen und die festen Kosten für Verpflegung und Essen zu teilen. Sinnvoll: Alle weiteren Freizeitaktivitäten und Hobbys bestreitet jeder mit seinem eigenen Geld.
Damit das Zusammenleben nicht im Desaster endet, sollte man sich bewusst sein, was das gemeinsame Zuhause bedeutet. Jetzt sieht man sich nicht mehr wann man will und bei wem, sondern muss auch bereit sein, Gewohnheiten zu tolerieren und kompromissbereit zu sein. Gerade auch der Valentinstag eignet sich dazu, sich beim Partner für die Zeit im ersten gemeinsamen Zuhause und bewältigter Tücken des Alltags zu bedanken.



