Immonet.de Redaktionstipp:

Ausmisten, aber richtig!

05.05.2008

Auch „kreatives Chaos“ hat seine Grenzen. Sobald sich in Regalen und Schränken unüberschaubare Berge an überflüssigen oder nutzlosen Dingen angesammelt haben und der Schreibtisch die Funktion einer Papierhalde übernommen hat, gibt es keine Ausreden mehr. Dann ist es endgültig Zeit, dem Chaos den Kampf anzusagen. Die Redaktion des Immobilienportals Immonet.de verrät Tricks und Tipps, wie in den heimischen vier Wänden das Vorhaben „Ausmisten“ mit der richtigen Strategie erfolgreich und ohne großen Aufwand in die Tat umgesetzt werden kann.


Vorsicht, Falle!

Wer kennt das nicht? Das Aufräumfieber bricht aus und voller Enthusiasmus legt man mit dem Aussortieren los. Trotz guter Vorsätze tappt man allerdings immer wieder in die gleiche Falle. Zunächst scheinen die ersten Minuten des Aufräumens Erfolg versprechend und das Chaos scheint sich zu lichten. Dann allerdings bleibt man an einzelnen Dingen hängen, sortiert diese nach langem Zögern grob vor, aber man kann sich letztlich doch nicht für das Entsorgen entscheiden. Oft kommt auch noch ein Anruf dazwischen oder die Lust lässt wieder nach. Das traurige Resultat: Alles wird wieder zusammen geschoben und das Chaos ist größer als zuvor.



Mit der richtigen Taktik ans Ziel

Bestandsaufnahme und die entsprechende Aufräumstrategie sind entscheidend für die erfolgreiche Ausmistaktion. Überlegen Sie kritisch: Was wollte ich eigentlich schon lange einmal wegräumen? Was brauche ich wirklich? Schauen Sie sich erst einmal in Ruhe in Ihren vier Wänden um, aber trennen Sie sich sofort und kompromisslos von Dingen, in denen Sie keinen weiteren Nutzen mehr sehen. Seien Sie mutig! Einwände wie „Vielleicht kann ich es ja doch irgendwann einmal wieder gebrauchen“ zählen nicht mehr. Weitere Voraussetzung für ein erfolgreiches Ausmisten: die richtige Taktik. Die so genannte „Hau-Ruck-Aktion“ ist geballt, hat aber den Vorteil, dass auf einen Schlag aussortiert wird. Die Alternative: Immer mal wieder etwas ausmisten, dafür mehr Zeit benötigen. Aber Vorsicht – in diesem Fall müssen Sie auch konsequent am Ball bleiben.


Dinge loslassen können

Regel Nummer eins: Trennen Sie Wichtiges und Unwichtiges. Können Sie sich jedoch nicht entschließen, etwas wegzuwerfen, dann legen Sie sich doch einfach eine „Flohmarktkiste“ zurecht, die Sie später im Speicher oder Keller aufbewahren. Hier kommen alle Dinge rein, die nicht mehr benötigt werden, aber auch noch nicht reif für den Müll sind. Später können Sie dann immer noch entscheiden, ob Sie die Dinge für wohltätige Zwecke spenden, verschenken oder für kleines Geld verkaufen möchten. Gegenstände, die nichts mehr taugen, kommen unmittelbar in die Tonne. Überflüssigen Hausrat und Sperrmüll entsorgen Sie auf dem Werkstoffhof. Wer nicht selbst zum Sperrmüll fahren möchte, kann den alten Krempel auch abholen lassen. Werden Sei aktiv, kümmern Sie sich sofort, vereinbaren Sie einen Termin. Schieben Sie Ihr Vorhaben nicht wieder auf einen ungewissen späteren Zeitpunkt.


Stapeln und Horten war gestern

Fragen Sie bei Freunden und Bekannten nach, ob sie für bestimmte Dinge Verwendung finden können. Ansonsten freuen sich Einrichtungen wie die Caritas oder auch Jugendzentren über gut erhaltene Möbel. Krankenhäuser und Kindergärten nehmen gerne Spielzeug und Stofftiere an. Eine weitere Alternative: Verkaufen Sie bspw. ausgetragene Kleidung im Secondhandshop, auf dem Flohmarkt oder nutzen Sie Internet-Marktplätze. Per Online-Auktion lassen sich gebrauchte Bücher, CDs und vieles mehr verkaufen. Falls Ihnen das zu viel Aufwand ist, dann inserieren Sie doch einfach in kostenlosen Anzeigenblättern, dass Sie Flohmarktkisten oder Möbel gegen Abholung zu vergeben haben.


Dann gibt es aber auch noch Schätze, die einfach zu viele Erinnerungen beinhalten, um sich einfach so von heute auf morgen trennen zu können. Verpacken Sie Dinge von Bedeutung in beschriftete Kartons und verstauen Sie diese zunächst im Keller. Sobald Sie die Lust am „Schwelgen in alten Erinnerungen“ überkommt, können Sie ja wieder in den alten Sachen kramen. So hat man sich vorerst noch nicht endgültig getrennt, aber im Wohnbereich für mehr Platz gesorgt. Konsequente „Wegschmeißer“, die sich schnell von überflüssigen Dingen trennen können, habe es aber generell leichter. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil: Räume, die aufgeräumt sind, putzen sich schneller – nicht nur beim bevorstehenden Frühjahrsputz.


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Immobilien & Bauen > Wohnen und Einrichten - 29.04.2010 - Immonet.de

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