Immonet.de Redaktionstipp:

Per Knopfdruck durch den Wohnalltag

24.04.2008

Das vernetzte Haus, das (scheinbar) mitdenkt und das alltägliche Leben erleichtert, ist seit einigen Jahren in aller Munde. In Sachen moderner Gebäudeautomatisierung und vernetzter Haustechnik scheinen die Möglichkeiten nahezu grenzenlos zu sein. Nur: Im alltäglichen Leben gibt es das „sprechende“ Haus, das morgens die Brötchen bestellt noch immer nicht und ein Großteil der Wohnungen und Häuser ist nicht (viel) schlauer geworden. Das Immobilienportal Immonet.de hat sich ganz ohne „Hype“ umgeschaut, wie weit sich im Alltag der vermeintlich grenzenlose Komfort auf Knopfdruck tatsächlich durchgesetzt hat.


Zentralisierte Zukunft

Was macht eigentlich ein Haus grundsätzlich intelligent? In einem „Smart Home“ ist die gesamte technische Ausstattung elektronisch vernetzt. Wer also ein „schlaues“ Zuhause sein Eigen nennen kann, der muss sich nach wie vor mit Fragen wie „Ist die Festplatte programmiert, die Heizung reguliert und die Alarmanlage aktiviert?“ auseinandersetzen. Der Unterschied: Gedanken hierzu kann man sich dank zentral gesteuerter Anlagentechnik zeit- und ortsunabhängig machen. Über Funk, Internet, Telefon oder Handy sind Türschloss, Türsprechanlage, Radio, TV, Telefon, Heizung Lampen, Hausgeräte und Computer von überall aus kontrollier- und steuerbar. Darüber hinaus erfreut die intelligente Haustechnik nicht nur Technikbegeisterte und bietet mehr Komfort, sondern ist gerade auch hinsichtlich Sicherheit, Flexibilität und Energieeinsparung ein Gewinn.


Intelligente Büros vs. „Durchschnittswohnung“

Bereits seit Jahren ist in der Gebäudetechnik die Automatisierung und Vernetzung von Büroanlagen Standard. Hingegen ist im Wohnbereich die praktische Umsetzung der „Smart-Home-Technik“ noch stark hinter den Erwartungen zurück geblieben – auch wenn bereits seit Jahren die technischen Möglichkeiten permanent weiterentwickelt werden und vermehrt zum Einsatz kommen. Nur: Sie bedienen (noch) nicht die Masse. In den meisten Deutschen Wohnungen werden noch immer nicht Heizungen, Fenster, Jalousien oder Sicherungssysteme über ein zentrales „Touch-Panel“ gesteuert.



Fakt ist, dass ein Großteil der vermieteten Wohnungen gerade einmal den Standard – also die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme erfüllt. Der Durchschnittsbürger hat demnach vom maximalen Wohnkomfort per Knopfdruck noch nicht viel mitbekommen. Eine entscheidende Rolle spielt hier natürlich der Kostenfaktor – insbesondere der nachträgliche Einbau ist oftmals mit hohen finanziellen Belastungen verbunden und auch das Nachrüsten konventioneller Schalter zu Funkschaltern ist durchaus eine beachtliche Investition.


Smartes Wohnen für den Massenmarkt

Auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt bietet allerdings eine zukunftsweisende Elektronik Bauherren einen tatsächlichen Mehrwert und somit entscheidende Wettbewerbsvorteile. Schon aufgrund der permanent steigenden Energiekosten werden gerade moderne Heizanlagen – die sich durch geldwerte Energieeinsparungen auszeichnen – immer wichtiger. Bedarfsgerechte Planung ist also gefragt. Wird die smarte Haustechnik von Anfang mit eingeplant, lassen sich die Kosten deutlich reduzieren. Auch Haus-Anbieter haben den Zukunftsmarkt erkannt und statten ihre Modelle auf Wunsch bereits werkseitig mit den erforderlichen Leitungssystemen aus. Generell gilt: Beim Neubau sollte man an die folgenden Generationen denken und zumindest die Basis für das Haus von morgen schaffen.


„Wohnassistenten“

Die Vernetzung schreitet also langsam, aber sicher voran und laut aktuellen Prognosen wird die Automatisierung in den eigenen vier Wänden in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Stark an Bedeutung gewinnt in Zukunft das so genannte „Assistenzwohnen“: Das selbstständige automatisierte Abschalten vergessener Herdplatten und Bügeleisen erleichtert nicht nur den Alltag von Senioren, sondern von allen, die gerne mal etwas vergessen.


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